Rund um Stykkisholmur
Sagen, Trolle, Haifischfermentierung, Beeren und vieles mehr!
Thingvellir und Helgafell
Thingvellir ist eine alte Parlamentstätte, hier kann man Überbleibsel von Fischerplätzen und sogar einen alten Altar, der dem Gott Thor (Thor) geweiht war, sehen. Helgafell ist ein sagengeschichtlich sehr bekannter Ort seit Zeiten der Landnahme und war Kirchort seit der Christianisierung. Am Fuße des Hügels steht eine schöne restaurierte Kirche. Zudem ist es möglich auf den Spuren von Gudrun Osvifursdottir auf den Hügel hinauf zu wandern. Es wird gesagt, dass man – bei Gudruns Grab startend – auf dem Weg hinauf drei Wünsche mit sich tragen soll, ohne aber zur Seite oder hinter sich zu blicken und ohne ein Wort zu sprechen. Man geht direkt auf das Plateau des Hügels, dort wo die Ruinen einer Kapelle sind, wendet sich nach Osten und sagt die Wünsche laut vor sich hin. Der Sage gemäß sollen die Wünsche auf guten Gedanken beruhen und man darf niemandem von ihnen erzählen, bis sie in Erfüllung gegangen sind. Oben auf dem Hügel genießt man eine herrliche Aussicht in alle Richtungen.
Hofstadir
Hofstadir war der Hof von Thorolf Mostraskegg und der erste Parlamentsort auf Island von dem man weiß. Zwischen Ögur und Hofstadir liegt Jonsnes. Dort waren in Zeiten der Landnahme Landpfeiler von Thorolf an Land geschwemmt worden. Das ganze Gebiet ist wunderschön und lädt zu Spaziergängen ein.
Saurarwald
Wunderschöner, dicht bewachsener Landstrich, auf dem es Spaß macht herum zuwandern. In den letzten Jahren haben dort vermehrt einige Isländer ihre Sommerhäuser bauen lassen. Der große See Saurarvatn liegt einzigartig in der Landschaft, jedoch ist die Angelmöglichkeit sehr gering.
Drapuhlidarfjall
Besonders schöner, heller Berg aus Libaritgestein südlich von Thorsnes. Früher glaubten die Menschen, dort Gold und andere wertvolle Mineralien finden zu können. Es war die Farbe des Berges, von der sich die Leute täuschen ließen. Denn obwohl man kleine Stücke an Gold gefunden hat, waren davon doch die meisten eine Art Feuerstein, der auch oft Scheingold genannt wird. Der Berg ist größtenteils Schotter, aber beliebt zum Besteigen. Jedoch ist auf die Sicherheit zu achten, denn das Gestein ist oft lose und kann leicht ins Rutschen kommen! An der Ostseite des Berges liegt Vatnsdalur, ein Gebiet mit reicher Vegetation, welches zu Stykkisholmur gehört.
Kerlingarskard
Ganz oben im Kerlingarskard kann man sehen, wo “Kerlingin” (= die alte Frau) mit ihrem Forellenkorb auf dem Rücken steht. Es gibt zahlreiche Volkssagen um diese alte Frau und viele in Verbindung mit Hestur, Skyrtunna, Sata und Hvitabjarnaey. Es ist möglich zum “kerlingin” zu steigen, aber der Weg ist sehr steinig.
Berserkjahraun
Zum Gebiet Berserkjahraun gehört ein großer Teil der westlichen Helgafellssveit. Es reicht von den Bergen bis zum Strand. Die Lava floss vor ungefähr 4000 Jahren und kam aus vier Vulkankegeln. Raudakula (379 m) ist der höchste von den vier ehemaligen Vulkanen. Der Aufstieg ist einfach und der Ausblick von oben großartig. Die anderen Kegel sind ebenfalls sehr interessant, sie heißen Graakula, Smahraunkula und Kothraunkula. Einen Krater in der Mitte besitzen alle. Am Rand des Lavafeldes gibt es noch alte Pferderastplätze, die man Natthagar nennt. Die Menschen haben früh begonnen sich Fußpfade und Reitwege durch das Lavafeld zu bahnen. Heute ist einer dieser Wege sogar mit dem Auto befahrbar. Ein weiterer („Berserkjagata“) liegt nahe an der Kreuzung nach Bjarnarhöfn. Er ist der berühmteste der Wege durch die Lava im Berserkjahraun-Gebiet. Er wurde von Berserkern angelegt, zwei Brüder schwedischer Abstammung, namens Halli und Leiknir. Vermundur der Dünne bewohnte den Hof Bjarnarhöfn, er ließ die Brüder im Jahre 982 nach Island bringen. Die Berserkerstrasse ist das älteste Menschenwerk im Straßenbau auf Island, von dem man weiß, wer es gebaut hat, wie in der Eyrbyggja gesagt wird. Bei der Straße kann man noch Überreste von einer Mauer erkennen, die von den Berserkern angelegt wurde und ein Steingrab, in dem die Brüder begraben worden sind, nachdem sie getötet worden sind. Das Steingrab liegt an einer Stelle, von der aus man weder die Berge noch den Strand sehen kann.
Bjarnarhöfn
In der Nachbarschaft um Stykkisholmur lässt es sich gut Beeren sammeln. Es ist oft schon genug, auf einen der kleinen Hügel rund um den Ort zu wandern, dort kann man eine Menge Preiselbeeren finden. Blaubeeren kann man im Vatnsdal und am Seljabrekkum am Fuße des Drapuhlida-Bergs sammeln. Die Erde der Berserkjalava ist besonders reich an Beeren, wenn man dem alten Weg durch das Lavafeld zu den alten Natthagar folgt.
Touristeninformation
Informationen: Touristeninformation Stykkisholmur; Borgarbraut 2; Tel.: +354 433-8120 / E-Mail: travelinfo@stykkisholmur.is