English   german   icelandic
Hringhotels
Zimmer buchen
Anreisedatum :
Nächte :
Zimmer :
 
 
 
 
Hotel Ólafsvík Snaefellnes

Olafsbraut 20

355 Olafsvik

Phone : +354 436 1650

Fax : +354 436 1651

E-mail

Snaefellsjokull National Park

Der Snaefellsjökull Nationalpark

Der Snaefellsjökull Nationalpark wurde am 28. Juni 2001 eingeweiht. Er soll die einzigartige Landschaft, die einheimische Pflanzen- und Tierwelt und die bedeutenden historischen Überreste schützen. Gleichzeitig soll der Park allen Besuchern die Möglichkeit geben, diese Region besser kennen zu lernen. Nationalparks zählen zu Islands bedeutendsten Schätzen und stehen jedem Besucher offen. Im Sommer wird die Region von Parkwächtern beaufsichtigt und gepflegt. Die Parkwächter freuen sich, wenn sie Besuchern mit Informationen über den Nationalpark weiterhelfen können.

Der Gletscher Snaefellsjökull

Der Gletscher von Snaefellsjökull liegt 1446m über dem Meeresspiegel und wurde erstmals im Jahre 1754 bestiegen. Dieser aktive Vulkan entstand durch zahlreiche Eruptionen während der letzten 800.000 Jahre. Der Gipfelkrater ist 200m tief und mit Eis gefüllt. In den letzten Jahren ist der Gletscher leicht geschrumpft. Durch ihre miteinander verflochtenen und wie herabhängende „Zöpfe" wirkenden Lavaströme wirken die Seitenhänge besonders eindrucksvoll.

Die letzte große Eruption fand vor etwa 1800 Jahren statt. Helle Asche bedeckte die nördliche Hälfte der Halbinsel und wurde über große Teile der Westfjorde hinweggetragen. Die Lava floss die Südhänge des Berges hinab und bildete das Lavafeld von Haahraun.

Der Gletscher stellt seit langem eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration für Dichter und andere Künstler aus aller Welt dar. So spielt hier z.B. der bekannte Roman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne“. Viele Menschen schreiben dem Gletscher sogar einen mächtigen Einfluss zu und halten ihn für eine der sieben bedeutendsten Energiequellen der Welt.

Geographie und Geologie

Der Nationalpark von Snaefellsjökull - Islands einzigem bis ans Meer reichenden Nationalpark – bedeckt ein Gebiet von 170 km². Der Park reicht im Süden bei Dagverdara bis an das Lavafeld von Haahraun und im Norden bis nach Gufuskalar. In der abwechslungsreichen Küstenlandschaft herrscht während der Brutzeit ein reichhaltiges Vogelleben. Die Küstenebene ist weitgehend von Lava bedeckt, die vom Gletscher her oder aus nahegelegenen Kratern geflossen ist. Die Lava ist heute mit Moos bedeckt und in geschützten Mulden gedeiht vielerorts eine Vielzahl üppiger Pflanzen.

Der allgegenwärtige Gletscher von Snaefellsjökull mit seinen deutlich sichtbaren Zeichen vulkanischer Aktivität thront majestätisch über dem Park. An der Nordseite führt das von steilen Felswänden umgebene Tal von Eysteinsdalur von der Ebene herauf. Die Geologie der Halbinsel zeigt einen Querschnitt durch fast alle Epochen aus Islands Vergangenheit. Die herausragendsten Felsformationen hier stammen vor allem aus geologisch „modernen" Zeiten ab der letzten Eiszeit. Die Hügel um Bardarkista herum bestehen aus vulkanischem Tuff, der während der Eruptionen unterhalb von Gletscher oder Meeresoberfläche entstanden ist. Svalthufa ist sehr wahrscheinlich der östliche Teil eines solchen Kraters, Londrangar der erkaltete Kern eines Vulkans.

Im Park herrschen zwei Lavatypen vor – raue, zerklüftete Lava und glatte und zähe Lavaströme. Der Großteil der Lava strömte vom Gipfelkrater oder weiter unten und seitlich gelegenen Kratern. Zusammen mit einem Meer von Höhlen bieten diese Formationen einen faszinierenden Anblick. Besuchern sollten diese Höhlen nicht ohne einen erfahrenen Führer betreten. In den umliegenden Ebenen sind eine Reihe kleinerer Vulkane zu finden - Purkholar, Holaholar, Saxholar und Öndverdarnesholar.

Die Pflanzenwelt

Die Erdoberfläche auf Snaefellsnes ist meist porös und wenig wasserspeichernd. Trotzdem gedeihen hier viele verschiedene Küstenpflanzen – vom Meer bis zu den Gipfeln und in den kristallklaren Wasserlöchern finden sich farbenprächtiges Seegras und Tang.

Die Lava ist von einer dicken Moosschicht bedeckt und in den geschützten Senken gedeihen viele Blütenpflanzen. Der Baumbewuchs ist in dieser Gegend nur sehr schwach und hohe Bäume wird man vergeblich suchen. Zu den hier zu findenden seltenen Pflanzen zählen das Waldflattergras und die geschützte Wolfsbeere. Heidekraut ist weit verbreitet und im Spätsommer lassen sich Krähenbeeren, Heidelbeeren und Blaubeeren ernten.

Die Tierwelt

Das Vogelleben im Nationalpark wird natürlich von Seevögeln beherrscht. Trottellummen, Tordalke, Eissturmvögel, Dreizehenmöwen und Krähenscharben zählen zu den typischsten Seevögelarten. Bei Malarrif und Londrangar sind auch Gryllteisten zu beobachten. Möwen brüten hier fast überall, vor allem Herings-, Mantel-, Silberund Eismöwen.

Verbreitete Heidevögel, wie Goldregenpfeifer, Regenbrachvogel, Wiesenpieper, Steinschmätzer und Schneeammer, füllen die Luft mit ihrem Gesang. Andere hier übliche Vögel sind Bachstelze, Austernfischer, Sandregenpfeifer, der Meerstrandläufer, Rabe und Schneehuhn. Auch Rotdrosseln kann man in den Lavasenken beobachten. In Frühling und Herbst durchqueren eine große Anzahl von Zugvögeln die Region, darunter Ringelgänse, Steinwälzer und Strandläufer. Auch Füchse, Nerze und Feldmäuse leben hier.

Im Bereich der Küste haben Sie auch gute Chancen Robben zu beobachten - sowohl Seehunde als auch Kegelrobben - wenn auch nicht in großer Anzahl. In den von der zurückgehenden Flut entstehenden Wasserlöchern wimmelt es von Leben. Aufmerksame Beobachter entdecken hier Seeschnecken, Feenkrebse, Krabben, Butterfische, und andere Meereslebewesen. Meeressäuger, wie Schwertwale, Zwergwale und Schweinswale, sind rund um die Halbinsel sehr häufig zu beobachten, größere Walarten halten sich jedoch etwas weiter entfernt in tieferen Gewässern auf.

Geschichtliches

Die abenteuerliche Saga von Bardur Snaefellsas ist die wohl bekannteste der hier spielenden isländischen Sagas. Auf Snaefellsnes sind bedeutende archäologische Überreste aus der Zeit der Besiedlung Islands vor etwa 1100 Jahren erhalten, z.B. die Bauernhöfe von Forni-Saxholl, Berutoftir und Irskubudir. Bei Gufuskalar gibt es Überreste gewölbter Steinbauten mit unbekanntem Ursprung, deren Alter auf 500 bis 700 Jahre geschätzt wird. Vermutlich sind dies die ältesten Überreste der skandinavischen Fischereiwirtschaft. Einige glauben dahingegen, dass in der Gegend vermutete irische Mönche diese Orte für Gebet oder Meditation nutzten.

Die Fischerei erreichte hier im 13. Jahrhundert eine Blüte und die Bevölkerungszahl wuchs in den Gebieten rund um den Gletscher herum. Auf dem Hügel von Ingjaldsholl wurde bereits vor dem Jahre 1200 eine Kirche erbaut, deren Größe von der beträchtlichen Anzahl der Bewohner der nahegelegenen Ortschaften zeugt, zumindest während der Fischereisaison. Hier waren reichhaltige Fischgründe zu finden und Fischereistationen wurden überall dort errichtet, wo sich ein guter Zugang zum offenen Meer bot. Eines der bekanntesten Beispiele dafür ist Dritvik, lange Zeit eine der größten Fischereistationen Islands mit 40-60 Schiffen und 200-600 Beschäftigten. Veränderte Fischereitechniken ließen die Fischerei hier während des 19. Jahrhunderts jedoch wieder stark schrumpfen. In der Nähe des Nationalparks liegen die einstigen Fischerei- und Handelszentren Hellisandur, Rif und Olafsvik. Auch heute noch sind es blühende Häfen mit lebendigen Dorfgemeinschaften.

Anmerkungen für Besucher

Bitte bleiben Sie auf den markierten Wegen. Der Gebrauch von Motorfahrzeugen und Fahrrädern ist auf Straßen und Wege beschränkt. Reiten ist nur auf den markierten Reitwegen erlaubt und Reiter werden gebeten mit einem Parkwächter Kontakt aufzunehmen. Trotz fehlender Zeltplätze ist Rucksackreisenden eine Übernachtung im Park gestattet.

Wir freuen uns, Sie in dieser Region begrüßen zu dürfen, aber bitte helfen Sie uns dabei, deren Ökologie, ihre außerordentlichen geologischen Eigenheiten und ihre Ruhe nicht zu stören. Fahren Sie nicht abseits der Straßen, beschädigen Sie die geologischen Formationen nicht, stören Sie die Tierwelt nicht und zünden Sie keine Feuer an. Und bitte hinterlassen Sie keinen Abfall.


Snaefellsjökull Nationalpark / Besucherzentrum Hellnar:
Tel.: +354 436 6888 – E-Mail: snaefellsjokull@ust.is

Informationen: Staatliches Umweltamt, 2003